Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.

Bahnhöfe retten – Wirtschafts- und Kulturräume erhalten

Am 23.09.2016 wurde die Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G. gegründet. Seit 18.01.2017 ist sie im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Stendal eingetragen. Die Bahnhofsgenossenschaft mit ihrem Vorstand Johannis Kühn und Michael Kühn sind Eigentümer und Nutzer der Bahnhöfe Söllichau und Bad Düben. Die Bahnhöfe konnten vor dem Verfall, der Zerstörung und dem Abriss durch die Deutsche Bahn gerettet werden. Die Bahnhöfe wurden von den Genossenschaftsmitgliedern und vielen Helfern gesichert, vom Müll befreit, Notreparaturen an den Dächern vorgenommen, Strom und Wasser installiert und nun wieder nach langem Leerstand als Gewerbeimmobilien genutzt.

Für weiter Informationen zum Projekt „Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.“ kontaktieren Sie uns gern.

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Gärtner(in) lernen, Insekten und Vögel schützen, Klima retten!

Wenn sie schwere Körperliche Arbeit und schwierige Aufgabenstellungen nicht scheuen, lernen sie Gärtner(in). Arbeiten sie mit Libellen, Schmetterlingen und Maikäfern um die Wette, beim pflanzen von tausenden Bäumen die den Temperaturanstieg überstehen werden. Schwimmen sie mit Ringelnattern, Molchen und Gelbrandkäfern beim Bau von Teichen und Feuchtbiotopen zu neuen Ufern. Schaffen sie mit ihren Händen und modernen Baumaschinen eine naturnahe, vielfältige, lebenswerte Umwelt für ihre Enkel und Urenkel.

Bericht zum Workshop vom 14.12.2019:

Kulturbahnhof Bad Düben. Vom Abstellgleis zum Aktionsraum - Mitstreiter*innen gesucht!

Unter der Überschrift „Vom Abstellgleis zum Aktionsraum - Mitstreiter*innen gesucht!“ lud am 14.12. 2019 die Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide in Kooperation mit der  Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im Rahmen der  Förderung "180 Ideen für Sachsen"  und in Unterstützung des Naturparks Dübener Heide zu einem ganztägigen Workshop in den Bahnhof Bad Düben ein. 
Dort soll perspektivisch die Idee „Kulturbahnhof Bad Düben“ umgesetzt werden: D.h., es soll langfristig ein Kulturtreffpunkt und vielschichtige Begegnungsstätte entstehen, in der kommerzielle, gemeinnützige und private Akteure aus Kunst-, Kultur-, Fürsorge- und Bildungsbereichen zusammen einen Lebens- und Wohnstandort aufbauen.

Ziel des Workshops war es daher, gemeinsam mit Interessierten aus dem Bereich Kunst, Kultur und sozialen Dienstleistern, Ideen und Möglichkeiten für den Erhalt und eine sozialverträgliche Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes zu beleuchten und damit erste Schritte auf dem Weg zu einem Kulturbahnhof zu gehen.

Im Workshop ging es um folgende Fragen:
Welches Potential bieten leere Bahnhofs-Räume im ländlichen Raum Sachsens für Kunst und Kultur, für Bildung und Soziales? Wie können diese Räume für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden? Mit welchen vielfältigen Ideen und Nutzungsvorschlägen können sie bespielt werden?

Bei freiem Eintritt und freier Verpflegung nahmen am Workshop etwa 20 VertreterInnen und Multiplikatorinnen aus verschiedensten Bereichen des Lebens teil. Die TeilnehmerInnen kamen z.B. von der Diakonie, der Flüchtlingshilfe, dem Verein Dübener Heide, der Umweltbildung, den Eisenbahnfreunden der Umgebung, aus und kreativen Bereichen aus Sachsen und Berlin u.a.
Der Workshoptag war dreigeteilt:

  1. Vorstellung des Bahnhofs und vier verwandter Projekte und Initiative,
  2. kreative Video- und Soundinstallationen zur Entwicklung weiterer Nutzungsideen
  3. musikalischer Ausklang

Die Moderation des Tages wurde von Anja Skowronski (Freie Mitarbeiterin Outreach-Projekt, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und Torsten Reinsch (Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide) übernommen.

1. Vorstellung des Bahnhofs und vier verwandter Projekte und Initiative

Vorstellung des Bahnhofs Bad DübenNach einer gemeinsamen Besichtigung des Bahnhofsgebäudes und Erläuterungen durch Michael Kühn und Torsten Reinsch von der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide, stellten sich am Vormittag verwandte Projekte bzw. Initiativen in dem dafür sehr gut geeigneten und Geschichte vermittelnden Ambiente der ehemaligen MITROPA des Bahnhofs vor. Dies waren:

Durch diese Beispiele konnten interessante Erfahrungen und Ideen bei der Entwicklung von Nutzungskonzepten für ähnliche Kulturstandorte diskutiert werden. Ebenso wurden neue Kooperationsmöglichkeiten sichtbar. Klar wurde dabei, dass für die konkrete Anpassung und Ideenentwicklung immer eine genaue Vorortkenntnis der nötigen Bedarfe wichtig ist ebenso, wie die Unterstützung solcher Projekte durch starke, regional verankerte Mitstreiter. Denn ohne ein tragfähiges Nutzungskonzept und eine leistungsfähige Projektsteuerung, so die Erfahrungen der Beispiele, ist eine Dauerhaftigkeit nur schwer zu gewährleisten.

2. Kreative Video- und Soundinstallationen zur Entwicklung weiterer Nutzungsideen

Im zweiten Teil, nach der Mittagspause am Nachmittag, sollten mögliche Zukunftsvisionen anhand kreativer audio-visueller Techniken sichtbar gemacht werden: Unter Anleitung der Dozenten Ben Laser (Videoinstallation, Community Arts) und Denzi Delek (lev – Vermittlung elektronischer Musik) wurden die TeilnehmerInnen in Gruppenarbeit dazu angeleitet, das gesamte Bahnhofsarial zu inspizieren und Räumlichkeiten und Materialien für die Erstellung von Video- und Soundkompositionen zu nutzen. Zunächst wurde die Handhabung der Sound- und Videotechnik erläutert und wurden Kurzbeispiele aus anderen Projekten vorgeführt. Die Gruppen überlegten sich dann für ihre Sound- und Videoarbeiten thematische Bezüge möglicher Nutzungen des Bahnhofs. Bei der anschließenden Erstellung des Sound- und Videomaterials erschlossen sich die Teilnehmer auch entlegene Winkel des Gebäudes und des Geländes und konnten sich dabei über mögliche Ideen der Nutzung austauschen. Die entstandenen Videosequenzen und Soundmaterialien wurden im Abschluss allen Teilnehmern präsentiert. Dabei entstand im alten Stellwerk des Bahnhofs eine interessante Kulisse aus Licht und Geräuschen, die die Eignung des Bahnhofes als Kunst- und Ausstellungsort unterstrichen. 
Abschließend wurde eine Ideenliste für eine mögliche Nutzung erstellt:

3. Musikalischer Ausklang

Im dritten Teil, am Abend, präsentierten sich Beate Furcht und Begleitung mit „Sol y Sombra“, ebenfalls in der ehemaligen Mitropa des Bahnhofs: Ein Musikalischer Ausklang mit Gesang und Gitarre - Musik aus Mexiko, Kuba, Brasilien u. Kap Verden, der gleichfalls die Eignung des Bahnhofs für ähnliche Veranstaltungen unterstrich.

Pressebericht der Leipziger Volkszeitung

Hier finden Sie einen Pressebericht mit Bildergallerie zum Workshop in der Leipziger Volkszeitung zu unserem Workshop.

Was ist geplant?

Der Bahnhof Bad Düben und die Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G

Die Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide mit ihrem Vorstand Johannis Kühn und Michael Kühn ist seit 2014 Grundstückseigner des 2.500 qm großen Bahnhofsgeländes in Bad Düben einschließlich des dazugehörenden Bahnhofsgebäudes mit ca. 800qm Nutz-/ Wohnfläche. Hierzu zählen u.a. zwei Wohnbereiche im 1. Stock, Werkstatt, Büros und der ehemalige Gaststättenraum der Mitropa. Das Gebäude ist unterkellert, denkmalgeschützt und stark sanierungsbedürftig.
Gleichwohl war es 2019 nach Aufräum-, Sicherungsmaßnahmen und provisorischer Reparatur von Dach und Toiletten möglich, in diesem „Lost-Place-Ambiente“ am 11. und 12. Oktober ein „Mini-Jazzfest“ mit 150 Besucher durchzuführen. Von diesen erhielten wir viel Zuspruch für die Idee, den Bahnhof wiederzubeleben.
Die Ziele, die die Bahnhofsgenossenschaft mit der Idee „Kulturbahnhof Bad Düben“ verfolgen, sind:

Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.
Michael Kühn
Kossaer Straße 11
06905 Bad Schmiedeberg OT Söllichau

Fax: +49 (0) 3 42 43 - 2 41 43
Mobil: +49 (0) 1 78 - 9 88 13 97
E-Mail: info@bahnhofsgenossenschaft-duebenerheide.de
Internet: www.bahnhofsgenossenschaft-duebenerheide.de
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